Über die „Compositionen zu Goethes Faust“ des Fürsten Antoni Henryk Radziwiłł

Bernd Kemters Bericht „Zwei Vereine – eine Idee“ zu den „Faust“-Kompositionen des Fürsten Antoni Henryk Radziwiłł finden Sie hier: 2025 Blog
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Wetzlarer Goethe-Gesellschaft auf Tour

Für ein paar Tage war Weimar fest in Wetzlarer Hand: 39 Mitglieder der Goethe-Gesellschaft fuhren im Gimmler-Bus in die Klassiker-Stadt. Reiseleiter Dieter Lehnhardt kündigte ein straffes und abwechslungsreiches Programm an: „Es geht vom Gartenhaus im Park an der Ilm über Goethes Wohnhaus am Frauenplan bis ins Nationalmuseum.“ Spätabends fuhr die Gruppe noch zum „Theater im Gewölbe“ im Cranach-Haus am Marktplatz, wo der nächste große Dichter auf dem Programm der Kleinkunstbühne stand: Christoph Martin Wieland.

Dazu passend folgte am zweiten Tag der Besuch des Wieland-Guts in Oßmannstedt, das alle Mitfahrenden begeisterte. Weil das Verhältnis zwischen Wieland und Goethe äußerst spannend ist, wird sich auch der nächste Referent der Wetzlarer Goethe-Gesellschaft am 27. Oktober um 19.30 Uhr in der Phantastischen Bibliothek dem Verhältnis dieser beiden Dichter widmen: Klaus Manger spricht über Christoph Martin Wieland und Goethe.

Gäste sind herzlich willkommen!

Zum Abschluss der zweitägigen Fahrt übergab der Vorsitzende, Oliver Meyer-Ellendt, Reiseleiter Lehnhardt als augenzwinkerndes Dankeschön zwei gewaltige, rote Backhandschuhe, sinnig bestickt mit „Faust I“ und „Faust II“. Meyer-Ellendts Fazit lautete: „Diese Reise bot Kultur satt, machte viel Spaß und große Lust auf die nächste Tour.“

   

       

Foto: Wetzlarer Goethe-Gesellschaft / privat (Zum Vergrößern anklicken.)

Den Bericht unseres Mitglieds Dagmar Thum finden Sie unter diesem Link: 2025 Weimarreise Thum.

 

 

 

Neujahrs-Matinee 2026 mit Ulrike Richters „Neuem Paris“

Alte Aula, Arnsburger Gasse, Wetzlar

Ulrike Richter (Leipzig): 

„Der neue Paris“. Märchen nach Johann Wolfgang von Goethe

Papiertheater mit Zeichnungen von Adam Friedrich Oeser, Scherenschnitten von Louise Duttenhofer und Goetheliedern zur Hakenharfe

Der „Neue Paris“ erhält vom Götterboten drei Äpfel, die sich sogleich in schöne Damen verwandeln. Er gerät in einen zauberischen Garten und erlebt allerlei Wunderbares, bis er sich durch Übermut und Zorn den Aufenthalt verscherzt. War es Traum, Wirklichkeit, Fantasie? Die Poesie des Märchens bietet Raum für viele Deutungen. Goethe hat diese jugendliche Geschichte wohl wirklich mit etwa vierzehn Jahren seinen Freunden in Frankfurt erzählt, wie er es später in „Dichtung und Wahrheit“ schildert. Auch der angebliche Ort des Gartens lässt sich lokalisieren.

Die Leipziger Künstlerin Ulrike Richter beschäftigt sich immer wieder intensiv mit der Ausdeutung von Texten durch Musik, mit der Farbigkeit von Klängen und visuellen künstlerischen Entsprechungen, mit zeitlichen und persönlichen Hintergründen der Entstehung von Kunst. In diesem ungewöhnlichen Projekt schlägt die Musikerin Brücken zwischen klassischem Liedgesang, Erzählung und Papiertheater und begleitet sich mit eigenen Adaptionen auf der Hakenharfe.

Nach der Aufführung stoßen wir bei einem Glas Sekt auf das neue Jahr 2026 an!

Kostenbeitrag 5,– Euro. Um Anmeldung wird gebeten bei Angelika Kunkel, Tel. 06441 42114 oder per E-Mail: vorstand@wetzlarer-goethe-gesellschaft.

  

Gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Sonntag, der 18. Januar 2026 um 11.00 Uhr in der Alten Aula, Arnsburger Gasse.

 

Grußwort unseres neuen Vorsitzenden Oliver Meyer-Ellendt 2025

Das Leben gehört den Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.

(W. v. Goethe: „Wilhelm Meisters Wanderjahre“, Erstes Buch)

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Liebe Goethe-Freundinnen, liebe Goethe-Freunde,

der Gedanke, dass Veränderungen nicht nur akzeptiert, sondern begrüßt werden sollten, weil sie zum Leben gehören, gilt heute ebenso wie zu Goethes Zeiten. Auch die Wetzlarer Goethe-Gesellschaft hat sich gewandelt: Nach 47 Jahren zieht sich Frau Angelika Kunkel aus der Vorstandsarbeit zurück. Im Namen aller Mitglieder der Wetzlarer Goethe-Gesellschaft danken wir Frau Kunkel sehr herzlich für ihre langjährige und engagierte Tätigkeit!

In der letzten Hauptversammlung im März 2025 haben Dieter Lehnhardt als zweiter Vorsitzender und ich die Vorstandsarbeit übernehmen dürfen. Goethes Idee vom lebendigen Wechsel wird uns weiterhin als Leitgedanke dienen, wenn wir das Erbe des klassischen Dichters pflegen und erhalten wollen. Das bedeutet für uns, Goethes Werke immer wieder neu zu lesen, neue Perspektiven einzunehmen und durch das Stellen neuer Fragen überraschend neue Antworten zu erhalten. So soll unsere Gesellschaft ein Ort bleiben, an dem Goethes Denken nicht museal verwahrt, sondern lebendig gehalten wird. Lebendig sollen auch die Gespräche sein, die wir nach den Veranstaltungen mitein-ander und mit den Referierenden führen. „Von der besten Gesellschaft sagte man: ihr Gespräch ist unterrichtend, ihr Schweigen bildend.“ (J. W. v. Goethe: „Maximen und Reflexionen. Aus ‚Kunst und Altertum‘“)

Vier Veranstaltungen, die wir für das zweite Halbjahr 2025 für Sie geplant haben, werden solche Gelegenheiten zum Gespräch bieten. Ein besonderer Höhepunkt erwartet uns am 28. August, dem 276. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes: Auf Anregung unseres Mitglieds Joachim Eichhorn werden an diesem Abend Auszüge zu hören sein aus der „Faust“-Vertonung von Anton Heinrich Radziwiłł. Im September reisen wir nach Weimar und Oßmannstedt und lassen uns im Oktober von einem ausgewiesenen Wieland-Kenner über das Verhältnis zwischen Goethe und Wieland berichten. Beschließen wird das Jahr die Leiterin des Goethehauses Frankfurt und des Deutschen Romantik-Museums mit einem Vortrag über „Faust I“. Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen – aber vor allem auf Sie als literarisch interessierte Gäste.

Im Namen des Vorstands und des Beirats
Oliver Meyer-Ellendt, Erster Vorsitzender

Unsere Goethe-Gesellschaft mit neuem Vorstand

 

 

Der neue Vorstand der Wetzlarer Goethe-Gesellschaft, Oliver Meyer-Ellendt, Margrit Sandner-Heinemann und Dieter Lehnhardt.

(Foto: Wetzlarer Goethe-Gesellschaft / privat)

Die Wetzlarer Goethe-Gesellschaft hat einen neuen Vorstand. Nach 47 Jahren ehrenamtlichen Engagements gibt Angelika Kunkel ihr Amt ab. Neuer 1. Vorsitzender ist Oliver Meyer-Ellendt, Autor und Regisseur der Wetzlarer Kostüm- und Erlebnis-Stadtführungen. Meyer-Ellendt, der Goethe-Vorträge in ganz Deutschland hält, betont: „Auch in Zukunft wird die Wetzlarer Goethe-Gesellschaft spannende Vorträge über Leben und Werk Goethes anbieten – mit besonderem Fokus auf den jungen Goethe in Wetzlar und seinen ‚Werther‘-Roman.“

Dieter Lehnhardt, Ingenieur und Büchersammler aus Hüttenberg-Reiskirchen, ist neuer 2. Vorsitzender, während Margrit Sandner-Heinemann Schatzmeisterin bleibt.

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Grußwort unserer Vorsitzenden Angelika Kunkel 2025

Liebe Goethe-Freundinnen, liebe Goethe-Freunde,

Sein Jahrhundert kann man nicht verändern, 

aber man kann sich dagegenstellen und glückliche Wirkungen vorbereiten.

J. W. v. Goethe an Friedrich Schiller am 21. Juli 1798

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Nicht immer bietet die Wirklichkeit Grund zu Optimismus und Zuversicht. Wir halten dagegen und beginnen das Jahr 2025 frohen Mutes mit Goethes Märchen „Der neue Paris“ als Papiertheater-Aufführung mit Gesang. Im Februar geht es um den Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, in der Folge um Goethes Rolle als Großvater und um Liebeslyrik aus vier Jahrhunderten. Cora Chilcott bietet uns den „Werther“ dar, und der Ehrenvorsitzende der Weimarer Goethegesellschaft, Prof. Dr. Jochen Golz, hält anlässlich der 1. Wetzlarer „Schubertiade“ einen Vortrag über Goethes Verhältnis zu Franz Schubert.

Wir freuen uns auf interessante Vorträge und inspirierende Begegnungen!

Im Namen des Vorstands und des Beirats

Angelika Kunkel, Erste Vorsitzende

 

 

Grußwort unserer Vorsitzenden zum 2. Halbjahr 2024

Mit Eifer hab‘ ich mich der Studien beflissen; / Zwar weiß ich viel, doch möcht‘ ich alles wissen

(J. W. v. Goethe, Faust, Der Tragödie erster Teil)

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Liebe Goethe-Freundinnen, liebe Goethe-Freunde,

das „Werther“-Thema begleitet uns weiterhin durch unser Jubiläumsjahr: in Form einer Theateraufführung im Lottehof, als Gesprächskonzert zur Musik im „Werther“ und in Form eines besonderen Vortrags des Präsidenten der Weimarer Goethe-Gesellschaft zum „‘Werther‘ als Brandbeschleuniger“. Außerdem möchten wir Ihnen die Ausführungen unseres Mitglieds Dr. Uwe Petry über die Geschichte des Goethe-Institutes, die bei unserer Jubiläumsfeier Anfang 2024 nicht zu Gehör kamen, nun als Lesegenuss empfehlen.

Wie immer freuen wir uns, Sie bei unseren Veranstaltungen zu begrüßen!

Im Namen des Vorstands und des Beirats

Angelika Kunkel, Erste Vorsitzende