Matinee zum Jahresanfang: Schauspiel-Solo von Cora Chilcott

Phantastische Bibliothek, Turmstraße 20

Der Dichtung muntre Schattenwelt. – Gedichte und Auszüge aus Dramen und Briefen Friedrich von Schillers

»Der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne.« Des Dichters Worte, vor über zweihundert Jahren geschrieben, haben von ihrer Gültigkeit nichts verloren. Im Gegenteil! Sie sind heutiger denn je. Schiller, welcher sich sein Leben lang mit den Fragen nach einer idealen Gesellschaftsform ausein­andersetzte und auch die Kritik an der damals bestehenden in seine philosophischen Abhandlungen, vor allem aber auch in seine Dichtkunst, einfließen ließ, legte seinen berühmt gewordenen Figuren feurige Botschaften in den Mund: Johanna, Marquis Posa, Fiesko, Maria Stuart und Schiller selbst (»Geben Sie Gedankenfreiheit!«) kommen hier zu Wort.

Die Berliner Schauspielerin Cora Chilcott war bereits 2016 mit einem auf- und anregenden Balladenprogramm bei uns zu Gast.

Kostenbeitrag: 5,00 Euro

Im Anschluss an die Veranstaltung stoßen wir mit Ihnen auf das neue Jahr an.

Literarischer Lese- und Gesprächskreis mit Dr. Wolfgang Keul (Aßlar)

Phantastische Bibliothek, Turmstraße 20, Konferenzraum 1. Stock

Fontane – Delius – Celan

Der literarische Lese- und Gesprächskreis wird auch in diesem Halbjahr wieder von unserem langjährigen Mitglied Dr. Wolfgang Keul, einem ver­sierten und engagierten Germanisten und Historiker sowie Liebhaber klassischer deutscher Literatur, weitergeführt. Vorgestellt und diskutiert wird Zeitgeschichte im Spiegel der Literatur, beginnend mit Theodor Fontanes Ballade »Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland« (1889) und Friedrich Christian Delius’ Erzählung »Die Birnen von Ribbeck« (1991). An einem der folgenden Termine wird das Gedicht »Todesfuge« (1944/45 bzw. 1948) von Paul Celan behandelt.

Die weiteren Termine sind: Freitag, 13. März, 17. April, 8. Mai und 12. Juni 2020, jeweils 18.00 Uhr

Vortrag von Dr. Ariane Ludwig (Weimar)

Phantastische Bibliothek, Turmstraße 20

»Damit doch jemand im Hause die Feder führt« – Über Charlotte Schiller

Noch immer wird Charlotte Schiller als aufopfernd liebevolle Gattin und treusorgende Mutter an der Seite von Friedrich Schiller gesehen. Sie selbst aber war nicht nur vielseitig gebildet und auch naturwissenschaftlich interessiert, sondern hat zeitlebens Gedichte und Erzählungen geschrieben, Romane konzipiert, Dramatisches entworfen und aus dem Englischen und Französischen übersetzt. Der Vortrag versucht uns die Person Charlotte Schiller insbesondere literarisch nahezubringen.

Dr. Ariane Ludwig studierte Lateinische Philologie sowie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in Mainz; seit 2006 arbeitet sie an der historisch-kritischen, von der Klassik Stiftung Weimar veranstalteten Edition von Goethes Tagebüchern mit.

Jahreshauptversammlung 2020

Phantastische Bibliothek, Turmstraße 20

Tagesordnung:

  1. Bericht der Vorsitzenden
  2. Bericht der Schatzmeisterin
  3. Bericht der Kassenprüfer
  4. Entlastung des Vorstands
  5. Wahl des Vorstands
  6. Nachwahl eines Kassenprüfers
  7. Anträge
  • Anträge zur Beschlussfassung in der Jahreshauptversammlung sind bis spätestens 16. März beim Vorstand einzureichen.
  1. Anfragen und Verschiedenes

Diese Ankündigung gilt als satzungsgemäße Einladung, da die vorliegende Programmübersicht an alle Mitglieder verschickt wird.

Vortrag von Prof. Dr. Sabine Wienker-Piepho (Freiburg im Breisgau / Jena)

Phantastische Bibliothek, Turmstraße 20

Goethe-Kitsch. – Ein kulturwissenschaftlicher Streifzug durch die Vermarktung eines Dichterfürsten

Kitsch ist ein Phänomen, das in allen Künsten und an nahezu allen Orten der Welt definiert, identifiziert und rezipiert wird: in der Bildenden Kunst, in der Literatur, in Musik, Film, Dekora­tion, Design und Reklame, in der Gestaltung von Gebrauchsgegenständen, bei Inneneinrichtungen und eben auch in der Goethe-Andenkenindustrie. Um diese Art von gegenständlichem Kitsch wird es in diesem reich bebilderten Vortrag gehen. Er führt in den Diskurs um einen Begriff ein, den Goethe selbst noch nicht kennen konnte und geht rezep­tionsanalytisch der kulturanthropologischen Frage nach, welche »Goethe-Artikel« die Menschen kauf(t)en und warum sie dies tun.

Sabine Wienker-Piepho hat in Freiburg im Breisgau und Göttingen Germanistik, Geschichte, Politologie und Amerikanis­tik studiert, im Zweitstudium in Freiburg Volkskunde, hat 1987 bei Professor Lutz Röhrich als volkskundliche Erzählerin über weibliche Volkshelden promoviert und sich 1998 über Schriftkompetenz habilitiert. Ihre Arbeitsschwerpunkte lagen fortan in der Europäischen Ethnologie und der volkskundlichen Narratologie (Märchen, Sage, Lied, Schwank, Sprichwort, Witz) mit Lehraufträgen und Professuren an zahlreichen deutschen Universitäten, aber auch Gastprofessuren in Tartu (Estland), Minsk (Weißrussland) und Jyväskylä (Finnland).

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Wer von den Mitgliedern der Wetzlarer Goethe-Gesellschaft Goethe-Kitsch-Objekte besitzt und sie zeigen möchte, melde sich bitte bis spätestens 16. März bei Angelika Kunkel, Tel. 06441-42114. Wir haben die Möglichkeit, zur Veranstaltung ausgewählte Stücke in einer Vitrine vorzustellen.

Vortrag von Prof. Dr. Christof Wingertszahn (Düsseldorf)

Phantastische Bibliothek, Turmstraße 20

Der »verlorene Sohn«: Goethe und Achim von Arnim

       Achim von Arnim ist wohl der Romantiker mit dem ausgeprägtesten Goethe-Bezug, persönlich wie literarisch. Nach einer Phase der freundlichen gegenseitigen Anerkennung gestaltete sich das Verhältnis allerdings zunehmend distanziert. Für Goethe war Arnim zunächst ein kompetenter Gesprächspartner auch in Bezug auf die Naturwissenschaften, Arnim musste aber stellvertretend Goethes Grimm über alle Tendenzen neuerer Literatur über sich ergehen lassen. Zur gespannten Beziehung zwischen dem Weimarer Klassiker und dem preußischen Baron trug schließlich auch Arnims Ehefrau Bettina bei.

Der Germanist Christof Wingertszahn hat über Achim von Arnim promoviert und sich über den Goethe-Freund Karl Philipp Moritz habilitiert. Er ist Honorarprofessor am Institut für Germanistik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Direktor des Goethe-Museums Düsseldorf / Anton-und-Katharina-Kippen­berg-Stiftung.

Eintägige Busfahrt nach Aschaffenburg

Aschaffenburg, Treffpunkt Goldfischteich

Fahrtleitung: Elisabeth Kleymann und Angelika Kunkel

 (c) Wikipedia

Exkursion nach Aschaffenburg mit Stadtrundgang und Besuch des Stiftsmuseums mit seiner reichen Sammlung römischer Funde aus Limeskastellen am Untermain, des Stiftsschatzes und des Magdalenenaltars aus der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren sowie Besuch des Schlosses Johannesburg mit Gemälden Lucas Cranachs und der Welt größter Korksammlung.

Kosten für Fahrt + Führung + Eintritt: 35,– Euro (für Nicht-Mitglieder 40,– Euro). Rückkehr ca. 19.30 Uhr. Verbindliche Anmeldungen sind ab sofort in der Schnitzler’schen Buchhandlung (Tel. 06441 – 45101) möglich. Der Fahrpreis ist bei der Anmeldung in bar zu entrichten oder zeitgleich auf unser Reisekonto zu überweisen: IBAN: DE41 5155 0035 0010 0014 51 (bei der Sparkasse Wetzlar mit der BIC: HELADEF1WET).

Vortrag von Prof. Dr. Heinz Rölleke (Neuss)

Phantastische Bibliothek, Turmstraße 20

 » Wenn man getrunken hat, weiß man das Rechte «

Der Wein in Goethes Leben und Werk

Goethes Leben ist vom Wein umrahmt: Nach der Geburt wurde er in warmem Wein gebadet, vor seinem Tod verlangte er noch einmal ein Glas Wein. Auf allen Stationen hat der Rebensaft ihn begleitet, und er hat das häufig kommentiert. In seinen Werken kommt er immer wieder motivlich und redensartlich auf den Wein zurück. Der Vortrag will Goethes intensive Beziehung zum Wein vorstellen und interpretieren.

Heinz Rölleke hat Germanistik, Geschichte, Pädagogik und Philosophie studiert, mit einer Arbeit zum literarischen Expressionismus promoviert und sich mit einer historisch-kritischen Ausgabe der Liedersammlung »Des Knaben Wunderhorn« habilitiert. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung 2001 war er Professor für Deutsche Philologie einschließlich Volkskunde an der Universität Wuppertal. Er gilt als international anerkannter Grimm-Forscher.

 

FAUST – Oper im Kloster Altenberg

Kloster Altenberg, Solms

FAUST

Goethes Text und Mozarts Musik

Oper im Kloster Altenberg am 16. August, 18. August, 23. August, 24. August, 25. August 2019, jeweils 19.30 Uhr

Eine Veranstaltung des Wetzlarer Kammerorchesters e.V.

Leitung: Ingrid Knell

Ticketverkauf über: knell.ingrid@gmail.com

Adresse: Kloster Altenberg, Altenberg 1, 35606 Solms